Schöner Lügen
1. Heidelberger Chanson-Salon, dem "Chanson-Slam": Vier Künstler tragen in vier Kategorien je ein Lied vor. Das Publikum kürt den Gewinner. Konstantin Schmidt siegt in der Kategorie "Lied mit einer wunderbaren Wendung".

(...) Vier außergewöhnliche Musiker stellten sich im Kulturfenster dem Publikum. In vier Kategorien sollten sich die Interpreten beweisen (...) Die Protagonisten dieses Abends, Anna Depenbusch und Johannes Kirchberg aus Hamburg, Konstantin Schmidt aus Karlsruhe und Katja von Kassel aus London, hatten jedenfalls keine Mühe, das Publikum schon nach der ersten Runde mehr oder weniger von den Sitzen zu reißen (...)
Rhein-Neckar-Zeitung Heidelberg, 8.2.2011, von Jochen Schmutz

Für mich ist die Welt voller Ideen
Ein Interview in der Rheinpfalz Speyer, Anne Kirchberg, Januar 2011

(...) Fantastisch, wie Schmidt es versteht, das Publikum in kurzer Zeit für sich einzunehmen. Er verkörpert aber vielleicht gerade die gelungene Mischung, die einen guten Chansonnier für schwärzeste Lieder ausmacht. Schmidt verstand es bestens, die Chansons, die nun nicht gerade vor ein paar Tagen geschrieben wurden, ins Heute zu transferieren und lebendig, zeitgemäß und spritzig herüber zu bringen. Sicherlich darf man allein schon die Texte Kreislers als höchst gelungenes Kabarett bezeichnen, auch wenn es teilweise recht derb klingt.(...)
Schwarzwälder Bote, 29.05.2006, Über das Kreisler-Programm "Schwärzer die Lieder nie klingen..."

Es ist nicht ganz einfach, in die großen Schuhe von Georg Kreisler zu steigen und den unverwechselbar schwarzen Humor des Wiener Kabarettisten, Komponisten und Satirikers authentisch 'rüberzubringen. Und auch als Zuhörer muss man schon einen Sinn haben für die schrägen, hintersinnigen Texte, um sie so richtig genießen zu können. Das Publikum im Kurtheater konnte es, hatte aber auch in dem jungen Konstantin Schmidt einen Künstler vor sich, der die unglaublichen Chansons (...) erstklassig interpretierte: Im weißen Frack sitzt er am Flügel, grinst frech ins Parkett mit genau der souveränen Beiläufigkeit, die Kreisler zu eigen ist. Denn nur, wenn sie unverkrampft und so locker wie hier vorgetragen werden, wirken die makabren Chansons richtig schön böse. (...)
DEWEZET (Bad Pyrmont), 08.03.2008, über das Kreisler-Programm "Schwärzer die Lieder nie klingen..."

Ein Kabarettist und seine 88 Freunde
(...) Der Musiker und Kabarettist, der sich in den vergangenen Jahren erst Profil, dann Renommee mit seinen Kreisler-Abenden "Schwärzer die Lieder nie klingen" und "Geben Sie acht!" geschaffen hat, legt mit "Schmidternacht - Listige Lieder" erneut betont wandelbar und schwarzhumorig nach. Diesmal stammen die Stücke aus eigener Feder, von kurzweilig-amüsant bis direkt und bissig ist alles dabei. Politisch ist Schmidt hingegen nur am Rande. Und so beweist die Veranstaltung, dass man auch außerhalb des Berliner Pointenreservoirs anspruchsvoll um die Ecke denken kann. (...) Viel Applaus für sein fast zwei Stunden langes Programm.
Badische Neueste Nachrichten Karlsruhe, 25.11.2009, E. Reznicek, über "Schmidternacht - Listige Lieder"

Tauben und Frauen vergiften
Beim Rausgehen unterhält sich ein mittelaltes Ehepaar über den Mann am Klavier.
Sie: "War eigentlich gar nicht so schlecht, wie ich befürchtet habe."
Er: "Wieso schlecht, war doch gut."
Sie: "Ich mein ja nur - wenn man den Kreisler selbst schon gesehen hat."
Er: "Ach so. Stimmt, war gar nicht schlecht."
Sie: "Eigentlich war er richtig gut." (...)
Wenn Konstantin Schmidt auf die Bühne kommt - ganz in Weiß, mit wehenden Frackschößen, Zylinder, roter Bauchbinde und Fliege - wirkt er wie der Traum aller Schwiegermütter. Blendend. Ein Mann, dessen Strahlen so perfekt ist wie sein Gebiss. Doch dahinter verbergen sich Kreisler'sche, rabenschwarze Abgründe. (...)
Die Kreisler'schen Abgründe, die irgendwo zwischen dem Orchestergraben (wo der Mann mit dem Triangel ein tristes Dasein fristet) und dem ehelichen Mord in der schönen, blauen Donau liegen, und die immer wieder ins Urkomische kippen, präsentiert Schmidt mal mit schneidender, mal mit schnurrender, mal mit keckernder Stimme. Oberkörper und Gesicht hat er dem Publikum zugewandt, mit Händen und Füßen bearbeitet er das Piano. Das tut er so mühelos und souverän, mit so netter Miene, dass man ihm den Wiener Schmäh ("Wie schön wäre Wien ohne Wiener") jederzeit abnimmt. (...)

Reutlinger Generalanzeiger, 11.11.2000, über das Kreisler-Programm "Schwärzer die Lieder nie klingen..."